Firmenlogo erstellen - darauf kommt es an!

Was macht ein gutes Firmenlogo aus? Hier finden Sie nützliche Informationen dazu, worauf Sie bei der Erstellung eines professionellen Logos achten sollten.

1. Die Namensgebung

1. Die Namensgebung

Für ein gutes Logo muss der Firmenname verständlich und einprägsam sein. Wichtig dabei sind auch die Einzigartigkeit und die Verfügbarkeit des Namens.

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1.1  Verständlichkeit und Einprägsamkeit des Firmennamens
Gehen Sie als Basis davon aus, dass ein geeigneter Firmenname einfach lesbar und gut aussprechbar sein muss – er muss verstanden werden. Beachten Sie, dass beispielsweise Firmennamen in Fremdsprachen zu Problemen bei der Aussprache führen können. Schlimmer noch, sie müssen unter Umständen gar buchstabiert werden. Bei internationaler Geschäftstätigkeit sollten Umlaute vermieden werden. Je verständlicher ein Name, desto einprägsamer ist er. Meiden Sie komplizierte Namen und halten Sie sich in der Formulierung lieber kurz. Logo Beilspiel 1 2
1.2 Aussagekräftiger Firmenname
Wenn im Namen bereits erwähnt wird, was Ihr Unternehmen macht, haben Sie es grundsätzlicher einfacher. Beispiel: «Maler Muster», «Meier Feinmechanik» oder «Franze – alles für den Garten». Denken Sie aber auch an die Zukunft Ihres Unternehmens – womöglich möchten Sie ja Ihre Dienstleistungen einmal ausbauen?
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1.3 Der Name soll einzigartig und verfügbar sein
Bevor ein Name in Stein gemeisselt wird, sollte recherchiert werden, ob der Name bereits verwendet wird (Gewerbemeldeamt, Handelsregisteramt u.ä.). Sie können auch eigens dafür spezialisierte Unternehmen zur Firmennamenprüfung beauftragen. Prüfen Sie auch verwandte Schreibweisen. Stellen Sie weiter sicher, dass die gewünschte Domain im Internet nicht schon vergeben ist.
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2. Gestaltung des Firmenlogos

2. Gestaltung des Firmenlogos

Dass ein Logo schön sein muss und gefallen soll, ist selbstverständlich. Viel wichtiger ist aber, dass es zu Ihrem Unternehmen passt und sich Ihre Kunden damit identifizieren können.

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2.1 Wortmarke, Wort-Bildmarke oder Bildmarke
Bei der Gestaltung des Logos muss man sich zuerst überlegen ob, man eine Wortmarke, Wort-Bildmarke oder Bildmarke will. Eine Wortmarke ist nur ein Schriftzug ohne ein zusätzliches grafisches Element. Eine Wort-Bildmarke ist eine Kombination aus einem Schriftzug und einem Symbol. Und eine Bildmarke ist ein alleinstehendes Symbol ohne begleitenden Text. Hier sehen Sie 3 Beispiele: Wortmarke, Wort-Bildmarke und Bildmarke
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2.2  Zielgruppe definieren
Bevor man anfängt zu gestalten, muss man sich über die Zielgruppen im Klaren sein. «Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler», sagt ein altes Sprichwort. Es ist also wichtig, sich zu überlegen, wer genau angesprochen werden soll. Sind es eher ältere oder junge Menschen, leben sie ländlich oder urban, sind es eher kreative oder strategische Typen?
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2.3 Stil
Als nächstes muss man sich vor Augen halten, welche Produkte oder Dienstleistungen angeboten werden. Sind diese eher klassisch oder modern, organisch oder technisch? Bei einem Floristen, beispielsweise, bietet sich ein verspieltes Logo an, bei einer Baufirma wählt man dagegen eher klare, geometrische Formen.

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3. Farbe

3. Farbe

Die Farben dienen als Wiedererkennungswert. Es ist auch wichtig, dass man die Farbe klar definiert und immer die Selbe verwendet.

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3.1 Wiedererkennungswert
Farben können den Wiedererkennungswert steigern. Zum Beispiel verbindet jeder mit der Post die Farbe Gelb. Wählt man aber zu viele Farben, kann das Gegenteil eintreffen und gerade in einer Graustufen-Umsetzung kann die Aussagekraft verloren gehen. Weiter können Druckerzeugnisse teurer werden. Auch Farbverläufe und Sonderfarben können in der Produktion zu Problemen und Mehrkosten führen.
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3.2 Graustufen

Achten Sie darauf, dass Ihr Logo auch in Graustufen funktioniert. So sollten Farben unterschiedlicher Tönung gewählt werden, welche sich auch durch ihre Grauwerte unterscheiden lassen.

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3.3 Kurzer Exkurs: Die wichtigsten Farbsysteme im Überblick

CMYK
Farbdefinition aus der Mischung der 4 Grundfarben Cyan (Blau), Magenta (Rot), Yellow (Gelb) und Key (Schwarz). So wird bei einer Farbe der jeweilige Farbanteil als Prozentzahl angegeben. Ein Grün – eine Mischung aus Gelb und Blau – würde beispielsweise als C = 100%, M = 0%, Y = 100%, K = 100% aufgeschrieben.
Das CMYK-System kommt u.a. beim Offsetdruck zum Einsatz.

RGB 
Farbdefinition aus der Mischung der 3 Farben Rot, Grün und Blau. Der Farbanteil wird jeweils als Zahl zwischen 0 und 255 angegeben und kann dadurch als Hexadezimalzahl dargestellt werden. Ein Grün würde dann als Beispiel also als R = 0, G = 255, B = 0 definiert, das in der Hexadezimal Schreibweise #00ff00 entspricht.
Das RGB wird in der Regel bei Digitalen Anwendungen, wie Darstellungen auf Bildschirmen, verwendet.

Schmuckfarben
Schmuckfarben sind zusätzlich zu den Grundfarben verwendete Druckfarben beim Mehrfarbdruck. Ein bekanntes Beispiel dafür ist der Pantone-Fächer, der eine grosse Auswahl an definierten Farben mit eindeutigen Bezeichnungen enthält. Ein Pantone-Grün ist z.B. PANTONE 3385 CS
Pantone-Definitionen werden verwendet, um eine einheitliche Farbdarstellung über sämtliche Werbemittel hinweg zu erreichen. 


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4. Proportionen & Formen

4. Proportionen & Formen

Ein gutes Logo besteht immer aus einfach, einprägsamen Formen.

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4.1 Proportion und Grösse
Bei der Gestaltung und Entwicklung eines Logos muss von Anfang an bedacht werden, dass das Logo auch in kleinen Grössen funktionieren muss. Bereits auf einer Visitenkarte wird das Logo klein dargestellt. Idealerweise entspricht das Verhältnis von Länge zu Breite in etwas 5:3. So kann es auf den unterschiedlichsten Werbemitteln optimal zu Geltung kommen. Gerade bei einer Auflistung vieler gleich grosser Logos können zu lange oder zu hohe Logos kleiner dargestellt werden.
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4.2 Formensprache
Man verbindet gewisse Formen mit gewissen Eigenschaften. Organische oder verspielte Formen werden beispielsweise mit Kreativität verbunden. Geometrische oder geradlinige Formen eher mit Industrie. Mit der passenden Formensprache kann man auch Eigenschaften wie z.B. Präzision oder Bodenständigkeit hervorheben.
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4.3 Reduktion
Um einprägsam zu sein, sollte das Logo nicht zu vielen Elementen beinhalte. Das Gestaltungselement sollte kein detailliertes Bild sondern, sondern aus einem aufs Minimum reduzierten Symbolbestehen und bestenfalls auch ohne Wortmarke verwendet werden kann.

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5. Schrift

5. Schrift

Die Schrift sollte vom Schriftbild her nicht nur passend zu den Dienstleistungen oder Produkten sein, sondern muss in den verschiedensten Grössen und Anwendungen gut lesbar bleiben.

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5.1 Schriftenvielfalt
Für viele Menschen sehen schlichte Schriften alle gleich aus. Doch jede Schrift hat ihren eigenen Charakter – sie ist eher runder, schmaler, leichter oder eckiger als andere. Wie bei der Formensprache kann eine Schrift auch im Unterbewusstsein etwas bewegen. Die Schrift sollte also mit Bedacht gewählt werden.
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5.2 Lesbarkeit
Zur Unterstützung der Lesbarkeit, sollte nie eine zu dünne Schrift oder zu dicke verwendet werden. Dünne Schriften können in gewissen Grössen und in einiger Entfernung verschwinden. Bei einer zu dicken Schrift können die Buchstaben bei kleiner Darstellung ineinander verschmelzen. Auch verspielte Schriften wie zum Beispiel Handschriften können in kleineren Grössen zu Problemen bei der Lesbarkeit führen. Daher ist es immer wichtig zu prüfen, wie eine Schrift in Gross und in Klein wirkt.
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5.3 Kompletter Schriftsatz
Bei der Gestaltung eines Logos sollte man sich auch gleich überlegen, ob dieselbe Schrift auch als Hausschrift verwendet werden soll. Bei zu ausgefallenen Logo-Schriften sollte man sich eine passende, schlichte, Schrift als Hausschrift aussuchen. Wenn man eine Schrift auswählt, sollte man sich nach den Nutzungsbedingungen erkundigen und gegebenenfalls die benötigte Lizenz kaufen. Es ist immer wichtig zu prüfen, ob der gesamte Schriftsatz vorhanden ist (Umlaute und Satzzeichen). Wir können die kostenlosen Schriften von Google empfehlen, welche für Drucksachen sowie Webseiten verwenden werden können: https://fonts.google.com
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6. Dateiformat

6. Dateiformat

Es ist wichtig, dass Sie immer vektorisierte Daten erhalten, damit Sie das Logo für die verschiedenste Anwendungen verwenden können.

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6.1 Übersicht der gängigsten Dateiformate für Logos

Vektorformate: 
Jedes Logo muss auf der Basis von Vektoren aufgebaut werden. Anders als bei Pixeln kann man Vektoren ohne Qualitätsverlust unbegrenzt skalieren. Vektordateien haben typischerweise die Endungen .eps, .ai oder .pdf. Diese werden bei professionellen Anwendungen verwendet, wie z.B. Hausbeschriftungen, Drucksachen usw. 

Pixelformate:
Für interne Anwendungen reichen Pixeldateien in der Regel vollkommen aus. Sie sind einfach in der Handhabung und können ohne weitere Software angeschaut und problemlos in Office-Anwendungen verwendet werden. Gängige Dateiendungen für Pixeldateien sind .jpg, .png, .gif, .bmp.

Wichtig:
Ein Logo sollte man nie nur als .jpg-Datei erhalten, denn dies würde bedeuten dass es nicht vektorbasierte und somit für grosse Anwendung, wie zum Beispiel auf einem Plakat, unbrauchbar ist. Ebenfalls hat die .jpg-Datei immer einen weissen Hintergrund, das bedeutet, dass immer einen weisser Block um das Logo herum angezeigt wird, wenn man das Logo auf einem Bild platzieren will.

Pixeldateien können nur bis zu einem gewissen Mass skaliert werden, Vektordateien hingegen unbegrenzt:
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7. Rechtliches

7. Rechtliches

Grundsätzlich wird ein individuell gestaltetes Logo automatisch durch das Urheberrecht geschützt. Da Erfolg zum Kopieren animiert, besteht die Möglichkeit, geistiges Eigentum durch eine Eintragung zu schützen. In einem Streitfall ist ein eingetragenes Schutzrecht von Vorteil. Weitere Infos finden Sie unter www.ige.ch.

8. Logo-Check

8. Logo-Check

Hier finden Sie eine Übersicht von Fragen, die Sie sich stellen sollten, wenn Sie sich an die Gestaltung eine Logos machen.

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8.1 Gibt es andere Firmen mit demselben Namen? Überprüfen Sie dies bei Google

8.2 Ist Ihre Wunschdomain überhaupt verfügbar? Prüfen Sie dies unter https://www.switchplus.ch/

8.3 Ist der Firmenname einfach auszusprechen? Fragen Sie Bekannte wie sie den Namen aussprechen würden.

8.4 Wollen Sie eine Wortmarke, Wort-Bildmarke oder eine Bildmarke?

8.5 Wie wollen Sie Ihr Unternehmen präsentieren?

8.6 Haben Sie eine Graustufen-Umsetzung Ihres Logos, die funktioniert?

8.7 Funktioniert Ihr Logo auch in kleiner Ansicht?

8.8 Wirkt Ihr Logo neben anderen kleiner?

8.9 Ist Ihr Logo reduziert und einfach einprägsam?

8.10 Entspricht der Schriftcharakter dem Charakter Ihrer Firma?

8.11 Ist die Schrift gut lesbar?

8.12 Wissen Sie, ob Sie die Schrift aus dem Logo auch für andere Werbemittel verwenden können?

8.13 Haben Sie sich über die Nutzungsrechte Ihres Logos informiert?

8.14 Verfügen Sie über vektorbasierte Dateiformate wie .eps oder .ai?

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